Patientenverfügung - Hospizverein Bad Windsheim e.V.

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Patientenverfügung

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Was ist, wenn . . .

Beratungsangebot zur Patientenverfügung



Haben Sie auch schon einmal den Vorsatz gefasst, eine Patientenverfügung zu erstellen ?

Vielleicht haben Sie ein Formular besorgt, es dann aber nicht ausgefüllt ?

Weil :

• sie so gar nicht wissen, was sie in bestimmten Situationen haben möchten
• es harte Arbeit ist sich mit den Fragen zur medizinischen Behandlung am Lebensende auseinander zu setzen
• eine Patientenverfügung nicht eben mal schnell ausgefüllt und unterschrieben ist
• das Erstellen einer Patientenverfügung Gefühls-, Beziehungs-, und Biographiearbeit erfordert
• es mitunter eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Leben mit sich bringt.


Aber, spätestens wenn wir nicht mehr für uns selbst entscheiden können,
sind wir auf die Fürsorge der Anderen angewiesen.

Ihre Ehefrau, Ihre Tochter oder Ihr Sohn kann vom Vormundschaftsgericht in diesem Fall zu Ihrem Betreuer ernannt werden oder Sie haben bereits vorgesorgt und Angehörige oder andere Menschen bevollmächtigt, die für Sie im "Notfall" entscheiden.

Jeder kann durch einen Unfall, eine Krankheit oder durch Abbauprozesse im Alter, in die Lage kommen,
wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr alleine und selbstverantwortlich regeln zu können.
Diese für Sie verantwortlichen Personen sind nun verpflichtet gemäß Ihrem Willen Entscheidungen für
Sie zu treffen und dabei auf Ihre vorsorgliche Unterstützung angewiesen:

Haben Sie ihren Willen geäußert ?

Wie haben Sie ihre Wünsche formuliert ?

Wie eindeutig und konkret sind Ihre Aussagen bezogen auf eine nicht genau vorhersehbare Situation ?

Sind Ihre Vorstellungen zur medizinischen Behandlung den Entscheidungsbefugten bekannt ?


Eine Patientenverfügung kann hierbei ein wichtiges Instrument sein, um Ihre Selbstbestimmung
zu wahren und Ihren Willen durchzusetzen.  


Dabei tauchen viele Fragen auf :

• Kennen wir uns selbst so gut, um so folgeschwere Entscheidungen für unsere Zukunft treffen zu können ?
• Welche Erfahrungen werde ich machen? Wie werde ich mich verändern ?
• Kann mein Leben trotz massiver Einschränkungen, die eine Krankheit verursachen kann, weit sinnvoller und lebenswerter    von mir erlebt werden, als ich dies ohne diese Erfahrung für möglich gehalten hätte ?
• Was ist unser Wunsch bezogen auf noch nicht vorhersehbare Situationen ?
• Kann ich mich heute, im Voraus auf Entscheidungen von so großer Tragweite festlegen ?



Wenn Sie sich zur Erstellung einer Patientenverfügung entscheiden, gibt es einiges, das Sie bedenken sollten :


• Wer soll Sie im Falle ihrer Entscheidungsunfähigkeit vertreten ?
• Eheleute sind nicht automatisch befugt füreinander zu entscheiden.
• Übernehmen sie nicht einfach eine Patientenverfügung Ihres Partners oder unterschreiben eine allgemein formulierte   beim Notar oder  Rechtsanwalt. Das ist bequem, aber wenig glaubwürdig oder hilfreich bezogen auf ihre Person.
  Lebensgestaltungen unterscheiden sich  vielfach in wesentlichen Details.
• Nehmen Sie das Erstellen einer Patientenverfügung zum Anlass, sich mit ihren Ihrer Lebensgeschichte, Ihren persönlichen   Wertvorstellungen  auseinander zu setzen und das Gespräch mit Ihren Nächsten zu pflegen.
• Eine Patientenverfügung zu erstellen, ohne mit den Angehörigen oder Freunden darüber gesprochen zu haben, hat wenig    Sinn. Sagen Sie, was Sie wollen, was Sie auf keinen Fall wollen. Die Nächsten sollen schließlich für Sie entscheiden.


Sie möchten es angehen und eine Patientenverfügung erstellen ?

Wir unterstützen Sie gerne und stehen für Ihre Fragen zur Verfügung.

Hospizverein Bad Windsheim e.V.
Ansprechpartner :  Ulrike Jurkat


 
 
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