Filmtipps - Hospizverein Bad Windsheim e.V.

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Im September 2011 starb "Spartacus" -Darsteller Andy Whitfield im Alter von nur 39 Jahren. Was bisher nicht bekannt war: Whitfield hat sich die letzten Monate seines Lebens von einer Kamera begleiten lassen und so seinen tapferen Kampf gegen den Krebs dokumentiert. Gemeinsam mit seiner Frau Vashti führte er ein Video-Tagebuch und gab der Oscar-nominierten Filmemacherin Lilibet Foster Einblicke in sein Familienleben nach der schrecklichen Diagnose.

Der Film zeigt, wie Whitfield und seine Frau trotzdem die Hoffnung nicht aufgaben und sich als Symbol ihrer Stärke das Tatoo "Im Jetzt sein" auf den Arm stechen ließen. Es sollte sie immer daran erinnern, den Moment zu genießen und in der Gegenwart zu leben.




Der kauzige, überambitionierte Pianist Andi (33) und der eher in den Tag lebende Benno (36) haben nur eine einzige Sache gemeinsam: Sie werden bald sterben. Also beschließen sie nach anfänglichen Schwierigkeiten im Hospiz, den geilsten Tag ihres Lebens zu erleben. Sie ergaunern sich Geld – denn die begrenzte Zeit schließt den Knast auf jeden Fall aus – und reisen nach Afrika. Ein Albtraum für den hypochondrischen Andi, aber auch für Benno eine große Herausforderung, da er sich dort zum ersten Mal seiner Vergangenheit stellen muss. Diese Reise birgt nicht nur Gefahren, sondern führt die beiden in etlichen lustigen, tragischen, dramatischen und auch gefährlichen Momenten an ihr eigentliches Ziel: Den geilsten Tag und der Erkenntnis, dass man sein Leben selbst in die Hand nehmen muss, um es nicht zu verpassen.




Tragikomödie um eine Gruppe von Freunden, der eine von ihnen sterbenskrank, die eine letzte gemeinsame Fahrradtour nach Belgien unternehmen. Erst während der Reise erfahren die Freunde, dass Hannes an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS erkrankt ist. Vom Verlauf der Krankheit bei seinem Vater geprägt, will Hannes in Belgien um ärztliche Sterbehilfe bitten. Die Reaktionen der Freunde gehen weit auseinander. Die Kritiken zum Film variieren: Die einen werfen dem Film vor, er verharmlose den Tod und die Todesangst; das Sterben werde in den "Life-Style der Spaßgesellschaft" eingemeindet. Andere sprechen von einer dezent vorgetragenen Botschaft, die uns neben der Vergänglichkeit vor allem eines nachdrücklich ins Gedächtnis ruft: den Wert der Freundschaft, die alle Grenzen des Lebens überwinden kann.
Deutschland, 95 Min. Regie: Christian Zübert; mit Jürgen Vogel, Florian David Fitz, Julia Koschitz






In ihrer Kindheit waren die Freunde Julián (Ricardo Darín) und Tomás (Javier Cámara) einst unzertrennlich. Irgendwann haben sich die beiden dann allerdings weitestgehend aus den Augen verloren. Während der geschiedene Julián in Spanien geblieben ist und dort die Hochs und Tiefs einer Schauspielkarriere durchlebt hat, ist der Lehrer Tomás nach Kanada ausgewandert, wo er sich eine beschauliche Existenz mitsamt Job, Frau und Kindern aufgebaut hat. Als sich die beiden Männer eines Tages jedoch in Madrid wiedersehen, lebt ihre Freundschaft sofort wieder auf, so als wäre sie nie eingeschlafen. Gemeinsam verbringen die Zwei in der Stadt ein paar wundervolle Tage voller nostalgischer Erinnerungen und unvergesslicher Erlebnisse – immer in dem Wissen, dass dies wohl ihr letztes Wiedersehen sein wird, da Julián Krebs im Endstadium hat.






Bei der Beerdigung seiner geliebten Ehefrau hält der pensionierte Tierarzt Amandus (Dieter Hallervorden) eine etwas wunderliche Grabesrede. Sein Sohn Niko (Til Schweiger) macht sich an diesem Punkt noch wenig Sorgen und schiebt die Verwirrtheit seines Vaters auf die besonderen Umstände der traurigen Veranstaltung. Doch der junge Herr irrt, denn sein Vater leidet an Alzheimer und fühlt bald nur noch „Honig im Kopf“, wie er seine Demenzerkrankung selbst zu beschreiben pflegt. Bald ist es unmöglich, Amandus allein zu lassen und so zieht der immer noch verschmitzt-vergnügte alte Mann zu seinem Sohn und dessen Frau Sarah (Jeanette Hain), was besonders der gestressten Dame wenig in den Kram passt. Einzig Enkeltochter Tilda (Emma Schweiger) freut sich sehr, endlich ihren geliebten Großvater um sich zu haben. Doch nachdem Amandus immer öfters für Chaos sorgt und sich und seine Familie vermehrt in Gefahr bringt, sehen Niko und Sarah keine andere Möglichkeit, als Amandus in ein Heim zu geben. Für die aufgeweckte Tilda bricht eine Welt zusammen, doch das mutige Mädchen beschließt, sich dieser Entscheidung nicht zu beugen und entführt ihren Opa kurzerhand auf eine abenteuerliche Reise nach Venedig. In der italienischen Wasser-Stadt hat Amandus vor Jahren seine Frau kennengelernt und seine Enkeltochter möchte ihn noch einmal an den magischen Ort bringen, von dem der alte Mann am liebsten erzählt. Doch eine Reisegruppe von einem elfjährigen Mädchen und seinem an Demenz erkrankten Großvater ist natürlich nicht gerade ein Garant für einen reibungslosen Verlauf und so müssen sich die beiden vielen Problemen und Hürden stellen, bis sie an ihrem Ziel ankommen. Und natürlich sind ihnen bald auch Niko und Sarah auf den Fersen...




Die jungen Protagonisten sind an Krebs erkrankt, aber genießen das Leben in vollen Zügen und halten sich sogar gegenseitig ihre Grabreden, schließlich wären die ja auch völlig verschenkt, wenn der andere schon tot ist. Solche tränenziehenden Szenen versprechen große Emotionen und lassen zugleich alle Kitsch-Alarmleuchten aufblinken. Aber keine Angst: Der weltweite Bestseller „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green ist kein typisches „Krebsbuch“ – und die Leinwandadaption von Josh Boone („Love Stories“) ist nun zum Glück auch kein typischer Spielfilm über die oft tödliche Krankheit. Denn selbst wenn es in anderen Werken zum Thema schon oft Versuche gab, das Leben in den Mittelpunkt zu rücken und nicht das Leiden, fühlte sich der Optimismus selten so natürlich an wie in dieser schmerzhaft-schönen Teenager-Romanze: ungeschminkt, aber nie voyeuristisch; hochemotional, aber nie sentimental; positiv, aber nie beschönigend. Hier kommt man trotz der auch sehr traurigen Geschichte mit einer ganz neuen Lust aufs Leben und Lieben aus dem dunklen Kinosaal. Nur ganz, ganz selten haben wir einem Leinwand-Liebespaar so fest die Daumen gedrückt wie nun Hazel und Gus.








Elise (Veerle Baetens) besitzt ihren eigenen Tattoo-Shop und Didier (Johan Heldenbergh) spielt Banjo in einer Band. Obwohl die beiden so verschieden sind, verlieben sie sich auf den ersten Blick ineinander. Er redet viel, sie hört gern zu. Er ist ein sturer Atheist und ist trotzdem hoffnungslos und naiv romantisch. Sie hat sich ein Kreuz in den Nacken tätowieren lassen und ist eine Realistin, die mit beiden Beinen im Leben steht. Das Glück der beiden scheint perfekt, als ihre kleine Tochter Maybelle (Nell Cattrysse) geboren wird. Mit sechs Jahren wird die Kleine aber ernsthaft krank. Didier und Elise sind sich uneinig darüber, wie Maybelle behandelt werden soll. Für die gemeinsame Tochter müssen sie ihre Verschiedenheit überwinden und zusammen um ihr Leben kämpfen. Elise und Didiers Leben wird zu einer Achterbahnfahrt.









Herzzereißendes Drama über die todkranke Lea, die selbstbestimmt in den Tod gehen möchte. Doch ihre Mutter kann diese Entscheidung nicht akzeptieren. Der 22jährigen, schwer an Mukoviszidose erkrankten Lea geht es immer schlechter. Die selbstbewusste und starke junge Frau will sich nicht länger quälen und beschließt nach Zürich zu reisen, um sich dort mit ärztlicher Hilfe umzubringen. Sie lädt ihre Mutter, Großmutter und Schwester ein, sie zu ihrem Geburtstag zu besuchen, ihren geplanten letzten Tag gemeinsam zu verbringen. Ihre Mutter ist schockiert, will nichts davon hören. Doch im Laufe der gemeinsamen Zeit kann auch sie der Tochter ihren Wunsch nicht verwehren und sie unterstützt sie. Eine todkranke junge Frau will selbstbestimmt in den Tod gehen, doch ihre Mutter will die Entscheidung erst nicht akzeptieren. Bewegendes Drama mit positiven Zwischentönen, das die Thematik Sterbehilfe eingehend recherchiert hat.





Donald (Thomas Brodie-Sangster) hat nicht gerade ein unkompliziertes Leben. Wie andere Jungs in seinem Alter träumt er von der Traumfrau, Sex und Abenteuer- aber er hat nicht alle Zeit der Welt dafür, denn er ist krank. Doch so leicht ist das gar nicht, eine Freundin zu finden, denn der talentierte Zeichner Donald malt sich lieber seine eigene Fantasiewelt, in der Miraculousman, ein unsterblicher Superheld, dessen Erzfeind The Glove und der lüsterne Vamp Worey leben. Als Donald auf Dr. Adrian King (Andy Serkis)- oder Dr. Death, wie er ihn nennt- trifft, findet er erstmals einen Arzt, den er leiden kann. Mehr als gut leiden kann er auch Shelly (Aisling Loftus), die neu an der Schule ist. Aber wieviel Zeit lässt ihm seine Krankheit noch, um sie besser kennenzulernen?




Frank und Simone haben sich einen Traum erfüllt und leben mit ihren beiden Kindern in einem Reihenhäuschen am Stadtrand. Sie sind ein glückliches Paar, bis zu dem Tag, an dem bei Frank ein inoperabler Hirntumor diagnostiziert wird. Die Familie ist plötzlich mit dem Sterben konfrontiert.

HALT AUF FREIER STRECKE ist eine Geschichte der Extreme, die aus alltäglichen Vorgängen erwachsen, eine Geschichte, die im Tod das Leben feiert.

Der Arzt hat die Wahrheit gesagt. Die Zeit ist bemessen. Warum ich und warum jetzt? Ein Mann lässt Frau und Kinder zurück, Eltern, Freunde, Nachbarn und die Geliebte von gestern, die Personen in seinem Leben. Tag um Tag ein Stück Abschied. Die Worte werden weniger, länger dauert das Schweigen. Vor dem Fenster wechselt das Jahr die Farben. Sterben ist eine letzte Arbeit. Nicht allein sein, während man allein bleibt, das ist vielleicht gut.




Die 21-jährige Sophie (Lisa Tomaschewsky) freut sich unbändig auf ihr Studium und ein partyreiches WG-Leben. Doch plötzlich wird sie schwer krank und Behandlungen sollen ihr Leben bestimmen.

Aber Sophie rebelliert gegen den tristen Krankenhausalltag: Sie will ihr junges Leben genießen, ihre Träume leben, Feiern, Lachen, Flirten, Sex – einfach auf nichts verzichten. Perücken werden dabei zu ihrem neuen Lebenselixier: Mal trotzig selbstbewusst, mal romantisch verspielt oder kühl erotisch - je nach Haarfarbe und Frisur kommt ein anderes Stück Sophie zum Vorschein. Sie tanzt die Nächte durch mit ihrer langjährigen Freundin Annabel (Karoline Teska), verliebt sich in ihren besten Freund Rob (David Rott) und macht ihre ersten Schritte als Schriftstellerin mit ihrem Blog im Internet. Mit der Unterstützung ihrer Familie und viel Humor, Mut und Zuversicht streckt Sophie der Krankheit den Mittelfinger entgegen ...

Eine bewegende Komödie von Regisseur Marc Rothemund (Mann tut was Mann kann, Groupies bleiben nicht zum Frühstück, Sophie Scholl), basierend auf dem autobiografischen Bestseller von Sophie van der Stap.



Völlig überraschend stirbt Mutter Färber bei einem Unfall. Vater Markus (Wotan Wilke Möhring) ist hilflos und seine Durchhalteparolen rauben der 15-jährigen Kim (Helen Woigk) den letzten Nerv. Markus, der ein eigenes Cateringunternehmen leitet, steht völlig neben sich.

Um wieder ein wenig Normalität in den Alltag zu bringen, kocht Großmutter Gerlinde (Christine Schorn) für die beiden. Doch Kim hält die ganze Situation nicht aus und brennt mit Alex (Frederick Lau), der die Schule abgebrochen hat, nach Dänemark durch. Sie schwärmt schon lange für den Jungen. Markus folgt Kim an den Ort in Dänemark, an dem die Familie früher ihre Urlaube verbracht hat.

Großmutter Gerlinde ist währenddessen an Krebs erkrankt und lügt Markus vor, sie müsse für ein paar Wochen verreisen, um ihren Sohn nicht noch mehr zu belasten. Doch als sie erfährt, dass Kim verschwunden ist, will sie bei der Suche nach ihrer Enkelin behilflich sein. Sie nimmt ihre Pflegerin Paula (Rosalie Thomass) mit nach Dänemark. Auf der Suche nach der Ausreißerin kommen sich Paula und Markus plötzlich näher.




Ihren Gehirntumor nennt Wenke spöttisch "Hugo". Trotz schlechter Prognose lässt sich die Dreizehnjährige monatelang nicht entmutigen. Voller Lebenslust will sie mit ihrer Familie so normal weiterleben wie möglich. Und so beschließt sie: "In die Klinik geh ich nicht mehr." Als es ihr schlechter geht, wird sie von der Initiative HOME (Hospiz ohne Mauern) unterstützt.

Ein halbes Jahr lang hat Max Kronawitter Wenke und ihre Familie mit der Kamera begleitet. Entstanden ist eine Dokumentation, die zeigt, dass auch dort, wo der Tod seinen Schatten voraus wirft, sehr viel Leben möglich ist.







Marias letzte Reise


Die grantige 71-jährige Maria hat Krebs, will aber raus aus dem Krankenhaus. Sie sehnt sich nach ihrem bayrischen Hof, den Blumen und den Obstbäumen.

Ihr Wunsch: endlich in Ruhe sterben und nicht noch eine quälende Chemotherapie ertragen müssen. Doch auch das friedliche Sterben im Kreise der Familie hat seine Tücken ...



Dank der grandiosen schauspielerischen Leistung von Monica Bleibtreu gelang Regisseur Rainer Kaufmann ("Die Kirschenkönigin") ein ergreifendes Melodram über Sterben, Liebe, Respekt und Würde. Das starke Buch stammt übrigens von Ariela Bogenberger, Absolventin der Drehbuchwerkstatt München und Tochter der Schauspielerin Veronika Fitz und Cousine von Michael Fitz, die nach ihrer Schulzeit ein Jahr als Krankenpflegerin arbeitete. Hauptdarstellerin Monica Bleibtreu wurde für ihr alles überragende Spiel 2005 sowohl mit dem Deutschen Fernsehpreis als auch dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnet, und zusammen mit Rainer Kaufmann und Ariela Bogenberger erhielt sie 2006 den Adolf Grimme Preis in Gold.





Trauer ist nicht vorhersehbar. Dabei ist Trauer eine wichtige, natürliche Reaktion auf einen Verlust. Das Gefühl kennen wir alle von Kindheit an, denn immer wieder müssen wir uns mit Verlusten auseinandersetzen: sei es durch Trennung, Umzug, Jobwechsel etc. Trotzdem trifft uns diese Emotion mit überraschender Wucht und völlig unvorbereitet, wenn wir einen geliebten Menschen durch Unfall oder Krankheit verloren haben - selbst dann, wenn das Lebensende absehbar war. Und wenn das Ausmaß der Trauer den normalen Rahmen sprengt, fragen wir uns: Wie viel Trauer ist normal? Wie lange darf man trauern? Wie finde ich meinen eigenen Weg, damit umzugehen?

Dieser Film will helfen, das nicht neue, aber überraschende Gefühl der Trauer besser zu verstehen und den Trauerprozess einzuordnen.


 
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